Neue Schredderanlage im Erweiterungsbau Medizinpark Valley: OPED stärkt Recycling und Effizienz
04. Mai, 2026
Medizinproduktehersteller OPED baut seine Recyclingkompetenz weiter aus: Mit einer neuen Schredderanlage im Erweiterungsbau am Medizinpark wird es künftig möglich sein, Mahlgut aus Orthesenteilen direkt vor Ort herzustellen. Damit optimiert das Unternehmen seinen Recyclingprozess und stärkt zugleich den geschlossenen Materialkreislauf.
Seit 1995 setzt OPED auf die Rücknahme und Wiederverwertung gebrauchter Orthesen. 2025 konnten 200 t Material direkt für einen neuen Lebenszyklus als Medizinprodukt zur Verfügung gestellt werden. Bisher wurden nicht wiederverwendbare Bauteile (20t im Jahr 2025) extern geschreddert. Dieser Schritt entfällt nun: Die neue Anlage ermöglicht eine effiziente Eigenproduktion von hochwertigem, sortenreinem Mahlgut, das direkt an Produzenten zur Herstellung neuer Bauteile geliefert wird.
Die Möglichkeit, Mahlgut direkt vor Ort zu produzieren, steigert nicht nur unsere Effizienz, sondern stärkt auch unseren Beitrag zu einem geschlossenen Materialkreislauf“, erklärt Entwickler Florian Erbe, der die Konzeption der Anlage maßgeblich begleitet hat.
Technisch ist die Anlage auf das gesamte Spektrum an Orthesenbauteilen ausgelegt – von kleinen Gurtclips bis hin zu großvolumigen Komponenten wie Wadenschalen. Auch anspruchsvolle Materialien wie glasfaserverstärkte Kunststoffe oder elastische Elemente werden zuverlässig verarbeitet.
Effizient, wirtschaftlich und nachhaltig
Die Anlage erreicht eine maximale Verarbeitungskapazität von bis zu 250 Kilogramm pro Stunde. Jährlich plant OPED, rund 12 Tonnen Bauteile in hochwertiges Mahlgut umzuwandeln, aus dem neue Orthesenkomponenten entstehen. Weitere etwa 10 Tonnen werden als Sekundärrohstoff extern vermarktet.
Neben ökologischen Vorteilen überzeugt das Projekt auch wirtschaftlich: Die Investitionskosten von rund 60.000 Euro amortisieren sich voraussichtlich innerhalb von zweieinhalb bis drei Jahren.
Qualität durch konsequente Prozesskette
Bevor Bauteile geschreddert werden, durchlaufen sie den etablierten OPED-Recyclingprozess: Demontage, hygienische Reinigung und sorgfältige Prüfung. Nur Komponenten, die nicht mehr direkt wiederverwendet werden können, gelangen in den Schredderkreislauf. Entscheidend ist dabei die strikte sortenreine Trennung – sie bildet die Grundlage für die Qualität und Sicherheit der neu produzierten Bauteile.
Ein weiterer Schritt zur gelebten Kreislaufwirtschaft
Die neue Schredderanlage markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer konsequent umgesetzten Kreislaufwirtschaft bei OPED – mit dem klaren Ziel, Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und die Wertschöpfung nachhaltig zu gestalten.